Autor: Dieter Schaefer

  • walking in the rain

    walking in the rain

    Heute morgen war Regenzeit angesagt. Und das richtig. Dem Regen trotzend bin ich dick mit Regenklamotten vermummt durch den Wald zum Schloss gegangen. Unten am See war es nicht möglich zu laufen, da der Regen auf dem gefrorenen Boden sofort vereiste. Ich habe nur eine Handvoll Fotos gemacht. Die beiden letzen Fotos wurden mit der „plastic toy lens“ gemacht. Zum Vergleich die anderen drei mit dem EF 50 mm 1.2 Objektiv.

  • Winter-Spaziergang

    Winter-Spaziergang

    Gestern war ein wunderschöner Wintertag. Ich bin mit der 5D Mark IV und dem EF 50 mm 1.2 L die Bahnbaustelle in Gallentin entlanggelaufen. Nach etwas über eine Stunde musste ich aufgeben, da es so kalt war, dass ich die Kamera nicht mehr halten konnte. Ich finde, Winter ist eine tolle Jahreszeit.

  • Licht – Spiel

    Licht – Spiel

    Licht kann sanft sein oder fordernd, diffus oder präzise – hier vereint es all das in einer einzigen Momentaufnahme. „Licht-Spiel“ zeigt eine Lichtform, die sich scheinbar lose über die Bildfläche legt und dabei eine rätselhafte Präsenz entwickelt.

    Was wie ein schlichter Lichtfleck an der Wand wirkt, bekommt erst beim ruhigen Betrachten seine volle Wirkung: Der obere Lichtpunkt ist fast wie ein Auge, das in die Tiefe des Bildes schaut. Der längere, vertikale Lichtstrahl wirkt wie ein Gedanke, der sich aus dem Unbekannten nach vorne schiebt. Durch die monochrome Farbgebung treten Licht und Farbe in einen meditativen Dialog. Diese Aufnahme zeigt , wie Licht im Verborgenen wirkt: als stiller Akteur, der Räume formt, Tiefe schafft und Zwischenräume sichtbar macht. 

  • Winterwald

    Winterwald

    Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre. Was für ein Sonnentag. Bin bei Schnee und Sonnenschein am Bahndamm entlang von Gallentin nach Wiligrad gegangen. Da musste natürlich die Cam mit…..

  • Im Herzen der Stille

    Ein zarter Zweig, fast verloren im Weiß. Ein roter Mittelpunkt, wie ein stilles Pulsieren im Hintergrund des Daseins. Manchmal zeigt sich das Wesentliche nicht laut, sondern in einem kaum wahrnehmbaren Hauch. In einem feinen Detail, das uns daran erinnert: Ruhe entsteht dort, wo wir uns dem Einfachen öffnen.

    So wie ein Atemzug, der uns zurückholt. So wie ein stiller Gedanke, der sich in Wärme verwandelt.

    Im sanften Raum zwischen Wahrnehmung und Stille finden wir uns selbst — leise, klar, und ganz im Jetzt.

  • Spaziergang zum Schloss Wiligrad

    Spaziergang zum Schloss Wiligrad

    Gestern habe ich einen schönen langen Spaziergang direkt am See entlang zu Schloss gemacht. Im Gepäck die 5D IV mit dem 1.2 50 mm L Objektiv. Es gab eine Menge zu entdecken.

  • Meditation


    Die Füße ausgestreckt, der Blick auf das glitzernde Wasser. Ein Moment, in dem nichts getan werden muss. Keine Eile, keine Aufgabe, kein Ziel. Nur Atmen. Ankommen. Spüren, wie der Körper zur Ruhe findet, während das Licht auf den Wellen tanzt. Manchmal ist Stille nicht lautlos — sie zeigt sich im sanften Rhythmus des Lebens. In solchen Augenblicken wird klar: Frieden beginnt dort, wo wir uns selbst erlauben, einfach zu sein.

  • Fundstücke im Zwischenraum

    Fundstücke im Zwischenraum

    Auf meinen Wegen durch Görlitz sind mir Objekte begegnet, die scheinbar beiläufig im Stadtraum existieren: leere Flaschen, Bänke ohne Sitzende, Skulpturen… Dinge, die nicht im Zentrum stehen, sondern am Rand des Blickfeldes auftauchen – und gerade deshalb eine eigene Präsenz entwickeln.

    Im Kontext des japanischen Ma werden diese Gegenstände zu Markierungen des Zwischenraums. Sie füllen nicht, sie zeigen das, was fehlt: die Menschen, die Nutzung, die Geschichte. Ihre Stille verweist auf die Leere, die sie umgibt.

    So entstehen Bilder einer Stadt, die in den kleinsten Spuren ihre Trostlosigkeit offenbart. Die Objekte sind nicht mehr Gebrauchsgegenstände, sondern stille Zeichen einer Abwesenheit, die den Raum zwischen Vergangenheit und Gegenwart sichtbar macht.

  • Verlorene Durchgänge

    Verlorene Durchgänge

    Türen und Tore markieren Übergänge – sie öffnen Räume, verbinden Innen und Außen, versprechen Zugang. In Görlitz aber stehen viele dieser Durchgänge still. Sie sind abgenutzt, beklebt, verriegelt oder vom Verfall gezeichnet. Statt einladend zu wirken, erzählen sie von Vergänglichkeit, von dem, was einmal war und nicht mehr ist.

    Im japanischen Konzept des Ma bedeutet ein verschlossener Zugang nicht nur das Ende einer Bewegung, sondern auch die Entstehung eines Zwischenraums. Das, was fehlt – die Offenheit, die Einladung, die Funktion – wird sichtbar als Leere.

    So verwandeln sich die Türen und Tore dieser Stadt in stille Zeichen einer Trostlosigkeit. Sie sind nicht mehr Schwellen des Übergangs, sondern Bilder der Abwesenheit. In ihrem Schweigen liegt ein Raum der Betrachtung, in dem sich das Unsichtbare zeigt: das Ma, die Leere, die das Vorhandene umgibt.

  • Zwischen Spiegelung und Verhüllung

    Zwischen Spiegelung und Verhüllung

    Fenster sind Übergänge – sie öffnen den Blick nach innen und lassen das Außen herein. In Görlitz jedoch begegnen sie uns oft in anderer Gestalt: verrammelt, zugeklebt, verhüllt. Andere wiederum spiegeln nicht das Leben dahinter, sondern nur die Straßen davor.

    In dieser Serie verdichten sich die Fenster zu Bildern einer Stadt, die ihre Transparenz verloren hat. Sie zeigen nicht mehr, was drinnen geschieht, sondern reflektieren nur noch das Außen oder verweigern den Blick vollständig.

    Im japanischen Konzept des Ma wird gerade dieser Zwischenraum bedeutsam: die Leerstelle zwischen Innen und Außen, zwischen Sehen und Nicht-Sehen. Die Fenster dieser Stadt sind nicht mehr Übergänge, sondern Zeichen einer Abwesenheit. Ihr Schweigen macht sichtbar, was fehlt.