Fotografieren ist heute so einfach wie noch nie. Die technischen Fortschritte haben es selbst Smartphonekameras ermöglicht, gute Bilder zu machen. Viele Menschen fragen sich deshalb, wozu sie überhaupt noch einen Profi buchen sollten. Eigentlich kann es jeder.

Aber das Ergebnis variiert stark, je nach Talent und Erfahrung.

Professionelle Fotograf*innen verstehen Konzepte wie Beleuchtung, Winkel, Locations und Bildbearbeitung. Sie haben Erfahrung damit, dieses Handwerkzeug zu nutzen, um Bilder zu erschaffen, die weit über die Fähigkeiten von Laien hinausgehen. Denn Fotografie ist genauso ein Handwerk wie die Schreinerei, dessen muss man sich erst bewusst sein. Ein Smartphone kann im Porträtmodus zwar gute Aufnahmen machen. Es erklärt aber nicht, wo das Model stehen müsst, um die beste Beleuchtung und den optimalen Hintergrund zu haben oder wie man das beste Lächeln visualisiert.

Es ist das Wissen um Beleuchtung, Komposition oder Tageszeit, ganz zu schweigen von den technischen Aspekten wie Blende, Verschlusszeit, ISO und so weiter, welches die meisten Menschen nicht wirklich besitzen oder bemerken. Aber genau dieses Wissen macht den Unterschied zwischen „netten“ Bildern und professionellen Fotos aus. Professionelle Fotograf*innen sind sich der vielen Faktoren und deren Zusammenspiel bewusst. Sie besitzen die Erfahrung, wie man damit umgeht, plant und entsprechend improvisiert. Es ist ein weitreichender Denkprozess.

Dieser Denkprozess wird beim Kauf einer hochwertigen Kamera aber nicht mitgekauft. Es erfordert jahrelange Erfahrung, Übung und Hingabe, einschließlich dem Lernen aus Fehlern und Misserfolgen, um diese Denkprozesse zu verinnerlichen. Natürlich kann es jeder mit dem entsprechenden Engagement und der notwendigen Zeit lernen. Aber bis es so weit ist, sollte man für Bilder, die einem wichtig sind, eben besser professionelle Fotograf*innen beschäftigen.

Ein weiterer Punkt ist das professionelle Equipment. Ich besitze mittlerweile 8 Kameras, 21 Objektive, 6 Blitze. 5 Stative und 6 Lichtformer und einen ganzen Schrank voll Zubehör. Und ich weiß, wie ich in unterschiedlichen Situationen damit umgehe.

Zu guter Letzt  ist der Umgang mit Menschen ein entscheidender Faktor. Der Profi weiß wie man Menschen bei einem shooting führt. Er nimmt ihnen die Angst, sorgt für Entspannung. Er bringt Menschen in die optimale Haltung, sprich er weiß, worauf es bei einem shooting ankommt.

Ich habe vor rund 40 Jahren das erste Mal eine Kamera in die Hand genommen und seitdem ist kaum ein tag vergangen, wo ich kein Foto gemacht habe. Von daher kann ich gewissenhaft sagen, dass ich weis, worauf es beim Fotograffieren ankommt.

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