Lichtsetting im Studio

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Um zu demonstrieren, welchen unterschiedlichen Einfluß Lichtformer auf das Bild haben, habe ich Portraits mit unterschiedlichen Lichtformern auf den Studioblitzen gemacht.

Beginnen wir mit der Situation ohne Blitz und nutzen nur das Tageslicht als Lichtquelle:

Das Bild erscheint flach. Man hat keine Einfuß auf die Schatten und Lichtpartien. Beim nächsten Bild wurde auf den Standardreflektor des Studioblitzes ein Grid (eine Wabe) aufgesetzt:

Grid auf Studioblitz

Das Licht ist hart und wirft harte Schatten. Das erzeugt einen sehr dramatischen Eindruck. Im nächsten Bild wurde eine 80 cm Oktabox als Lichtformer verwendet:

Oktabox 90 cm

Die Oktabox erzeugt weicheres Licht und leuchtet das Gesicht gleichmäßig aus. Im nächsten Bild wird auf die Oktabox ein Grid gespannt:

Oktabox mit Grid

Der Grid erzeugt härteres Licht und stärkere Schatten. Im nächsten Bild wird ein Beautydish als Lichtformer verwendet:

Beautydish

Er erzeugt etwas härteres und schattenreicheres Licht als die Oktabox. Im nächsten Bild wird vor dem Beatydish ein Grid aufgespannt:

Beautydish mit Grid

Das erzeugt wiederum ein härteres Licht mit stärkeren Schatten. Im nächsten Bild kommt eine rechteckige Softbox zum Einsatz, der Klassiker:

Softbox 70×100 cm

Die Softbox erzeugt ein harmonisches, weiches Licht, ohne starke Kontraste, etwas ausgeglichener als ein Beautydish. Im nächsten Bild kommt das Licht von einem sogenannten Striplight (eine schmale Softbox, hier 100 x 30 cm). Das dient in der Regel der Aufhellung oder zur Setzung von Lichtakzenten:

Striplight

Abschließend wurde noch ein Backlight getestet, sprich der Blitz befindet sich verdeckt hinter dem Objekt. Damit werden die Haarspitzen betont:

Reflektor mit Grid von hinten

Abschließend soll noch einmal der Unterschied zwischen einer und zwei Lichtquellen gezeigt werden. Im ersten Bild kommt nur die Oktabox zum Einsatz, im zweiten Bild zusätzlich noch das Striplight von der linken Seite:

Durch das Striplight werden die Schatten in der linken Bildhälfte etwas aufgehellt, was die Lichtstimmung etwas weicher macht. Das ist ein sehr einfach umzusetzendes Setting für ein Portrait im Studio.

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