Das Helios-44 (russisch Гелиос-44) ist ein sechslinsiges, anastigmatisches Objektiv der sowjetischen Helios-Reihe mit einer Brennweite von 58 mm und Lichtstärke von ƒ/2. Es war das Standardobjektiv für Kameras der Marke Zenit. Die Objektivreihe ist bekannt für ihr elliptisch zum Rand hin verzerrtes Bokeh.
Das auffällige Bokeh kommt durch die Verzerrungen am Bildrand zustande, die ein spiralförmiges bzw. wirbelndes Bokeh erzeugen. Diese Art der Verzerrung tritt besonders bei weit geöffneten Blenden auf und verleiht unscharfen Bereichen eine einzigartige Struktur, die oft als Helios-Swirl bezeichnet wird. Das Bokeh entsteht durch die Kombination mehrerer Faktoren, insbesondere durch die Konstruktion der Linsenelemente und die Anzahl der Blendenlamellen. Beim Helios-44 führt die optische Berechnung, die auf dem Biotar-Design von Carl Zeiss basiert, zu einer ungleichmäßigen Verteilung der Unschärfe in den Randbereichen des Bildes. Lichtpunkte außerhalb des Schärfebereichs werden besonders im Randbereich zu charakteristischen ellipsenförmigen Mustern verzerrt.
Da das Wetter nicht das Beste war, gibt es hier nur ein paar Testfotos. Ich habe das Schätzchen vor zig Jahren bei Ebay für knapp 40 Euro bekommen.

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