Jede Geschichte beginnt mit dem Zuhören. Bevor Bilder entstehen, möchte ich verstehen, wem ich begegne. Denn jede Organisation und jeder Mensch bringen ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Erfahrungen und ihre eigene Sicht auf die Welt mit.
Deshalb beginnt meine Arbeit nicht mit einer Kamera. Sie beginnt mit einem Gespräch.
Ich höre zu, stelle Fragen und nehme mir Zeit, Zusammenhänge zu verstehen. Mich interessiert nicht nur, was jemand tut. Mich interessiert, was Menschen bewegt, welche Werte sie prägen und was ihre Geschichte besonders macht.
Oft entstehen in diesen Gesprächen Gedanken, die weit über die eigentliche Fotografie hinausgehen. Es wird deutlich, was einer Organisation wichtig ist, welche Kultur gelebt wird oder welche Erinnerungen einem Menschen besonders am Herzen liegen.
Erst wenn dieses Verständnis gewachsen ist, beginne ich darüber nachzudenken, wie sich all das in Bildern ausdrücken lässt. Für mich ist Zuhören kein Vorbereitungsschritt. Es ist ein wesentlicher Teil meiner Arbeit. Denn nur wer bereit ist zuzuhören, kann Bilder schaffen, die mehr erzählen als das Offensichtliche.
Ich bin überzeugt, dass gute visuelle Kommunikation dort beginnt, wo Menschen sich gesehen und verstanden fühlen. Und genau deshalb beginnt jede Zusammenarbeit für mich mit einem Gespräch.