Jede Geschichte lässt sich auf unterschiedliche Weise erzählen. Die entscheidende Frage ist nicht, welche Perspektive möglich ist, sondern welche Perspektive der Geschichte gerecht wird.
Nachdem ich zugehört, beobachtet und verstanden habe, beginnt für mich der kreative Teil der Zusammenarbeit. Ich suche nicht nach außergewöhnlichen Ideen um ihrer selbst willen. Ich suche nach einer Perspektive, die das sichtbar macht, was Menschen oder Organisationen wirklich auszeichnet. Dabei entstehen keine fertigen Konzepte am Schreibtisch.
Perspektiven entwickeln bedeutet für mich, Gedanken zu ordnen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und unterschiedliche Blickwinkel miteinander zu verbinden. Oft entsteht dabei eine Idee, die vorher nicht offensichtlich war, aber plötzlich alles verständlich macht. Manchmal reicht schon eine kleine Veränderung des Blickwinkels, um eine Geschichte neu zu erzählen.
Genau darin liegt für mich die Kraft von Perspektiven. Sie eröffnen neue Möglichkeiten, ohne die Wirklichkeit zu verändern. Sie helfen dabei, das Wesentliche zu erkennen und den Blick auf das zu lenken, was wirklich Bedeutung hat.
Erst wenn diese Perspektive gefunden ist, beginne ich darüber nachzudenken, wie sie sich fotografisch umsetzen lässt. Denn gute Bilder entstehen nicht zufällig. Sie entstehen aus einer klaren Idee und jede gute Idee beginnt mit einem neuen Blick auf das, was bereits da ist.