Blog

  • Ein Hauch von Melancholie

    Heute Mittag habe ich einen Spaziergang durch den Hafen von Wismar gemacht – begleitet von einem Gefühl für die Details, die oft übersehen werden.

    Ein rostiger Poller am Kai. Er ist ein stiller Zeuge der vergangenen Jahrzehnte, gezeichnet von Wind, Wasser und Zeit.

    Ein Blick entlang der Uferpromenade. Die Weite des Wassers und die Linienführung ziehen den Betrachter in die Ferne. Genau solche Motive erinnern mich daran, wie viel Ruhe in der Einfachheit liegt.

    Die beiden mächtigen Hafenkräne, die sich gegen den Himmel abheben. Diese stählernen Giganten wirken fast wie moderne Skulpturen. Sie sind nicht nur Werkzeuge des Hafens, sondern auch Symbole des Lebens und der Arbeit am Wasser – und für mich eine Quelle ästhetischer Faszination.

    Schließlich ein kleiner, verlassener Stuhl am Bahnhof, ganz unerwartet. Er scheint fehl am Platz und dennoch perfekt. Woher kommt er? Was hat ihn dorthin gebracht? Ein stilles Rätsel in der Szenerie, das zum Nachdenken einlädt.

  • Fluss der Zeit

    Fluss der Zeit – Ein fotografischer Blick auf Vergänglichkeit und Erinnerung

    Zeit ist eine seltsame Dimension. Sie fließt unaufhaltsam, verändert alles, hinterlässt Spuren und lässt manches in Vergessenheit geraten. Mein neues Foto mit dem Titel „Fluss der Zeit“ fängt genau dieses Gefühl der Vergänglichkeit ein – eine Uhr, halb unter Wasser begraben, verloren in einer grauen, nebulösen Umgebung.

    Die Bildidee: Zeit, die versinkt

    Die Inspiration für dieses Bild entstand aus der Vorstellung, wie Gegenstände langsam vom Lauf der Zeit verschluckt werden. Die Armbanduhr, die eigentlich ein Symbol für das Messen und Strukturieren der Zeit ist, liegt hier scheinbar unbeachtet in einem Flussbett oder einer schlammigen Wasserfläche. Sie ist nicht mehr das präzise Messinstrument, sondern wird selbst Teil des Prozesses, den sie einst gemessen hat.

    Symbolik: Zeit als unaufhaltsame Kraft

    Das Bild vermittelt mehrere symbolische Bedeutungen:

      •   Vergänglichkeit: Alles, was wir besitzen, was uns wichtig erscheint, wird irgendwann vom Lauf der Zeit eingeholt. Die Uhr ist ein Sinnbild dafür, dass selbst die Werkzeuge, mit denen wir Zeit messen, ihr irgendwann zum Opfer fallen.

      •   Erinnerung und Verlorenes: Wer hat die Uhr getragen? Wurde sie verloren, absichtlich zurückgelassen oder vergessen? Das Bild wirft Fragen auf, die sich nicht beantworten lassen – genau wie die Vergangenheit, die immer wieder von unserer Vorstellung geformt, aber nie völlig greifbar ist.

      •   Unaufhaltsamer Fluss der Zeit: Die Struktur des Wassers und der umgebende Schlamm deuten darauf hin, dass sich die Szene langsam, aber stetig verändert. Das, was heute noch sichtbar ist, könnte morgen verschwunden sein.

    Fotografische Umsetzung: Minimalismus und Atmosphäre

    Die Wahl einer monochromen Farbgebung verstärkt das Gefühl der Zeitlosigkeit. Schwarz-Weiß-Fotografie hebt die Strukturen und Kontraste stärker hervor und gibt dem Bild eine fast surreale, entrückte Wirkung. Das sanfte, diffuse Licht unterstreicht den meditativen Charakter und erzeugt eine melancholische Stimmung.

    Die Bildkomposition lenkt den Blick direkt auf die versunkene Uhr, während die Unschärfen im Wasser für eine fließende, weiche Atmosphäre sorgen. Dadurch bleibt der Fokus klar, aber dennoch mystisch – genau wie unsere Erinnerungen an die Vergangenheit.

    Was bleibt?

    „Fluss der Zeit“ ist mehr als nur eine Aufnahme eines verlorenen Gegenstands. Es ist eine Einladung, über unsere eigene Zeit nachzudenken. Welche Spuren hinterlassen wir? Was bleibt von uns, wenn die Zeit uns langsam mit sich nimmt? Die Uhr auf dem Foto wird weiter von Wasser und Schlamm umspült, langsam verschwindet sie – so wie Erinnerungen verblassen, so wie die Zeit weiterzieht.

    Vielleicht ist das die wahre Botschaft dieses Bildes: Wir können den Fluss der Zeit nicht aufhalten, aber wir können Momente festhalten – in Gedanken, in Fotografien, in Geschichten.

  • Neues Release der Webseite

    Es ist soweit, das neue Layout des Projektes „lightglimpse“ ist fertig. Das neue Layout ist komplett in minimalistischem Schwarz / Weiß gehalten, ohne Schnörkel, ohne Schnick-Schnack.

    Es gibt die Bereiche Portfolio und Projects, die kontinuierlich weiter bearbeitet werden. Zudem werden regelmäßig Post im Bereich Blog veröffentlich.