Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland

Ich habe gestern Abend mit einer Gruppe Schweriner Fotografen das Dokumentationszentrum in Schwerin besucht. Es war mein erster Besuch,- und ganz bestimmt nicht mein letzter. Die Stimmung war anders als beim Besuch des Holocaust-Mahnmals in Berlin. Dort blieb mir fast die Luft weg. Es war nahezu erdrückend. Hier kam der Prozess eher schleichend. Es wurde in mir immer enger und bedrückender, je mehr Zellen ich besuchte. Der Besuch der Schleuse und des Innenhofes zum Schluss brauchte mich endgültig zum schweigen. Ich kann den Besuch dieses Ortes nur jedem nahelegen. Ich werde beim nächsten Mal die Ausstellung ansehen und eine Führung machen. Wer hier in Schwerin lebt, sollte über diesen Ort Bescheid wissen. Im Gepäck hatte ich die Canon 5D Mark IV mit dem 2,8 24-70 L II.

Im Jahr 1998 beschloss die damalige Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern in der ehemaligen MfS-Untersuchungshaftanstalt Schwerin einen Gedenkort einzurichten. Als eine Einrichtung der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern wurde am 6. Juni 2001 das „Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland“ eröffnet.

Wie kaum ein anderer Ort in der Region steht er für politisches Unrecht und staatliche Verfolgung im 20. Jahrhundert. Die wechselvolle Wirkungsgeschichte des 1916 errichteten Schweriner Gerichts- und Gefängniskomplexes wird in einer dreiteiligen Dauerausstellung gezeigt. In deren Mittelpunkt stehen Schicksale der Häftlinge, die während der Zeit des Nationalsozialismus, der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur aus politischen Gründen verfolgt, inhaftiert und verurteilt wurden. Das Dokumentationszentrum am Schweriner Demmlerplatz versteht sich als ein historischer Ort der Erinnerung, des Gedenkens und als offener Lernort.

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